soziokultur

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

16.3.2016 im Südbahnhof in Krefeld

24.3.2016 > LAG NW Tagung:

Einladung zur LAG NW Tagung am 16.3.2016 im Südbahnhof in Krefeld

Zeit: Mittwoch, 16.3.2016, 10.12 Uhr bis ca. 16.13 Uhr
Ort: Krefeld, Werkhaus e. V., Standort Südbahnhof, Saumstraße 9 | 47805 Krefeld, Tel. 02151 5301812 | Fax 02151 5301819
http://werkhaus-krefeld.de, http://facebook.com/Werkhaus

Anmeldung: Bitte umgehend, spätestens 14.3.2016 wegen Anzahl der Brötchen und Kaffeekannen u.a. hier nach Münster
Wegbeschreibung: Siehe letzte Seite Rundbrief und hier http://www.suedbahnhof-krefeld.de/

Tagesordnung:
1) Begrüßung, Ablauf, Vorstellung u.a.
2) Soziale Medien, Diskussion mit Frank Tentler
3) Neuvorstellungen
4) Flüchtlinge und die Soziokulturellen Zentren
5) Stand der Landesförderung (Projektmittel und die diversen Förderprogramme)
6) Sonstiges, diverses, anderes

Tagesordnung:
Zu 1) Begrüßung, Ablauf, Vorstellung u.a.
Die bekannte und beliebte Vorstellungsrunde.

Zu 2) Soziale Medien, Diskussion mit Frank Tentler, siehe auch http://franktentlercom.flavors.me/
Frank Tentler war auch bei unserem Zukunftskongress im März letzten Jahres im Zakk in Düsseldorf in der Werkstatt „Wo die jungen Menschen wohnen - Soziale Medien für die Soziokultur“. Daran anknüpfend wollen wir uns noch mal im Thema vertiefen. Aus dem Protokoll der Werkstatt:
„Den Zuschauern saß ein energetischer, smarter Mann mit schwarzem Hut und Hashtag-Ohrring links gegenüber – Frank Tentler. Er befasst sich seit 10 Jahren mit Multimedia und dem Social-Web. Seine Spezialität ist das Web-Marketing. Er gibt Antworten auf Fragen wie: „Wie kann ich das sich rasend ausbreitende Internet für meine eigenen Zwecke nutzen? Was sind Trends, die kommen und was muss jede Soziokultur haben, um mehr Menschen für das Kulturprogramm zu begeistern?“
Vor allem die zakk-Mitarbeiter wurden zuerst aufmerksam als Frank vom Ton Steine Scherben Konzert berichtete. Er selbst, großer Fan und Zuschauer des Konzertes vor einigen Tagen, postete ein Bild mit so etwas wie „ich war da“ als Unterzeile. Soweit so normal. Eine Alltagshandlung inzwischen. Doch der Experte nannte eine Zahl, die unvorstellbar ist: 2,8 Millionen retweets, shares
und likes, also Internetaktivitäten, wurden nur an diesem Abend getätigt. Ohne das geringste Zutun der Öffentlichkeitsarbeit vom zakk. Wenn die Aktivitäten genutzt und gesteuert werden könnten, welche ungeahnte Reichweite mit so einem Konzert erzielt werden könnte.
… Zuerst machte er uns klar, dass die alten Werbemittel Poster und Flyer nur eine sehr geringe Haltbarkeit haben. Poster werden abgerissen, Flyer weggeschmissen oder gar nicht erst mitgenommen. Das Internet jedoch vergisst nie. Alle Informationen sind solange vorhanden, bis sie gelöscht werden und selbst dann sind sie nicht für immer verloren. Sechs Punkte nannte er, um den Erlebnisraum Web begreifbar zu machen: 1. Mobil, 2. Social Media, 3. Big Data, 4. Location Based Technology, 5. Sensoren, 6. Psychologie -Soziologie. … Was wohl vielen klar ist, beschrieb Frank in Punkt 1. Inzwischen beherrschen Mobile Geräte den Markt. Tablet und Smartphone sind den festen Computern und Laptops im Absatz weit überlegen. Tendenz steigend. Das heißt für das Marketing sind mobile Seiten unabdingbar. W-LAN sollte im jedem Haus verfügbar sein und auch mit großen Mengen an Datenversand zurechtkommen. Damit wird während eines Konzertes eine digitale Wohlfühlstimmung erzeugt, welche die Besucher erfreut. Der zweite Punkt war gerade für die Soziokultur interessant.
Wie macht man 14- bis 25-Jährige auf ein Kulturzentrum aufmerksam. Facebook reicht hierfür nicht mehr aus. Inzwischen werden geschlossene Systeme immer beliebter. Es wird über Whatsapp oder Snapchat kommuniziert. Es ist also wichtig eine eigene Strategie zu entwickeln, um Jugendliche auf sich aufmerksam zu machen. Dabei ist es egal, welche Plattformen genutzt werden. Die Hauptsache: man ist präsent – möglichst oft! Vorschläge waren zum Beispiel Bilder von hinter der Bühne zu schießen, ins Publikum hinein. Fotos und Einblicke, die die Besucher nicht auf einem Konzert erhalten können. Ein YouTube- Channel und ein eigener Blog sind inzwischen unersetzlich, um ein jüngeres Publikum zu erreichen. Der dritte Punkt begann mit einem neuen Begriff, dem „Social Web Command Center“ (SWCC). Dies ist das „Social Web-Hauptquartier“ eines Unternehmens. Von dort aus können alle Informationen und Medien mit allen daran angeschlossenen Netzwerken geteilt werden. Außerdem werden dort alle Reaktionen zusammengeführt und gleichzeitig analysiert sowie bewertet. Dies dient zur besseren Anpassung des eigenen Projekts an die Gegebenheiten und Wünsche der Nutzer. Überdies kann der Aufwand an Zeit, Menschen und Geld enorm gesenkt werden.
….. Im letzten Punkt wurde angesprochen, wie wichtig es ist, sich auf eine Zielgruppe zu konzentrieren. Hierfür stellte er das „Hook Model Canvas“ vor. An diesem Modell wurde deutlich, dass der Besucher nicht nur das eine Konzert oder die eine Lesung gut finden soll, sondern wie dieser nachhaltig an das Zentrum gebunden werden kann. Eine kleine Belohnung z.B. ein Tweed mit den Worten „Danke, dass du hier warst“ oder ähnliches reicht oft, um länger im Gedächtnis zu bleiben. Die Frage, die sich immer im gesamten Marketingprozess gestellt werden muss, ist folgende: Warum machen wir was und welche Verantwortung haben wir? Nun ist nicht jedes Event ein Ton Steine Scherben Konzert. Also wie schafft man es, auch kleinere Projekte attraktiv im Internet zu vermarkten? Die Antwort, die Tentler gibt, ist so einfach wie einleuchtend. Das Medium bestimmt den Konsumenten. Ein kleines Projekt mit einem Buch als Endresultat bedient und zieht andere Menschen an als ein experimentelles Video oder ein eigens erstellter Blog.
Die letzte Folie fasste dann alles in einem Schaubild zusammen. Menschen sind emotional mit Orten verbunden. Diese Emotionen und Erlebnisse möchten sie mit andern auf sozialen Netzwerken teilen. Und die Schnittstelle zwischen Orten, Menschen und dem Web nennt er Smartplaces. Genau hier befindet sich der Platz, an dem gutes Marketing gefragt und notwendig ist.“

Zu 3) Neuvorstellungen und Neuaufnahmen
Wie immer: Wer sich vorstellen oder in die LAG NW aufgenommen werden möchte, möge sich vorher melden.

Zu 4) Flüchtlinge und die Soziokulturellen Zentren
Stand der Dinge.

Zu 5) Stand der Landesförderung (Projektmittel und die diversen Förderprogramme)
Mehr dazu mündlich.

Zu 6) Sonstiges, diverses, anderes: Themen, die ihr schon immer mal diskutieren wolltet, aber jetzt erst die Zeit dafür reif ist. Oder solche öden Themen wie GEMA, Zuwendungsrecht, Bürokratieabbau oder was auch immer.

Gruß
Rainer Bode

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