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Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

125.000 EUR für neue Reihe mit dem Titel "Grenzüberschreitungen"

8.1.2003 > Kultusministerium NRW:

Kulturministerium fördert Pilotprojekte zur interkulturellen Kulturarbeit: 125.000 EUR für neue Reihe mit dem Titel "Grenzüberschreitungen"

Das nordrhein-westfälische Kulturministerium lobt in diesem Jahr zum ersten Mal Pilotprojekte zur Interkulturellen Kulturarbeit aus. Mit rund 125.000 EUR sollen qualitativ hochwertige Vorhaben unterstützt werden, die im Spannungsfeld zwischen den sogenannten "Mehrheitskulturen" und den "zugewanderten Kulturen" angesiedelt sind. Vor allem qualifizierte Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende mit Migrationshintergrund fordert Kulturminister Michael Vesper auf, sich um eine Förderung ihrer Projekte zu bewerben:"Gefragt sind Vorhaben aus allen künstlerischen Sparten, bei denen Menschen mit verschiedenster kultureller Herkunft zusammen arbeiten."

Mehr als zwei Millionen Menschen sind aus anderen Kulturkreisen nach NRW zugewandert. Sie werden kulturpolitisch noch immer zu wenig beachtet. Das sollen die Pilotprojekte, die im kommenden Jahr anlaufen werden, ändern. Geplant ist, sie wissenschaftlich zu evaluieren und mit Workshops für Künstler, Personen aus dem Kulturmanagement, Marketingexperten und kommunale Kulturschaffenden zu begleiten. Statt vieler kleiner Vorhaben sollen wenige, aber hochwertige Projekte mit Beispielwirkung unterstützt werden.

"Wir wünschen uns Projekte, die die Vielfalt der Kulturen in NRW reflektieren. Sie sollen es außerdem möglich machen, kulturelle Differenzen und Wahrnehmungen kennen zu lernen", erläuterte Vesper. Ein besonderer Schwerpunkt soll auf Projekten liegen, die sich an Kinder und Jugendliche richten. Das heißt, es werden Kinder- und Jugendtheater ebenso angesprochen wie Initiativen, die an Schulen aktiv sind. Aber auch Vorhaben, die andere Zielgruppen ansprechen, kommen für die Pilotphase in Frage, so lange sie Kunst und Kultur als Medium der Begegnung zwischen den Kulturen begreifen und zu einem dauerhaften Austausch führen.

Anträge auf Förderung nehmen die Bezirksregierungen bis zum 15. Februar 2003 entgegen; sie beraten alle Interessierten auch zu Fragen der Antragsmodalitäten. Die Projektanträge werden von einem Projektbeirat ausgewählt, der Anfang März 2003 zusammen tritt.

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