soziokultur

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

im Bahnhof Langendreer in Bochum

12.11.2005 > LAG NW Tagung am 17.11.2005

Einladung zur nächsten LAG NW Tagung am Donnerstag, den 17.11.2005 im Bahnhof Langendreer in Bochum. Der Rundbrief ist im Druck und wird Ende der Woche versandt.

Ort: Bahnhof Langendreer, 44894 Bochum, Wallbaumweg 108, Tel, 0234-687160, mail kultur@bahnhof-langendreer.de und Internet www.bahnhof-langendreer.de
Zeit: 17.11.2005 von 10.11 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
Anmeldung: So schnell wie möglich, auch jetzt schon, spätestens bis zum 15.11.2005, 8.15 Uhr, dieses Mal wegen der Anzahl der Sahnetörtchen.
Wegbeschreibung: Siehe letzte Seite

Tops
1) Neuaufnahmen und Neuvorstellungen
2) Stand und Perspektiven der Landeskulturpolitik in Nordrhein-Westfalen
3) Statistik der Bundesvereinigung und die Auswertung dazu
4) Projektmittel der LAG NW und Fonds Soziokultur
5) Finanzen der LAG NW
6) Dieses und jenes, Termine und anderes

Die Reihenfolge der Themen einschl. Zeitpunkt der Teilnahme unseres Gastes Herr Prof. Dr. Sternberg (Top 2) wird es kurz vorher feststehen.

Zu 1) Neuaufnahmen und Neuvorstellungen
Immer wieder der Hinweis: Das Verfahren stand im Rundbrief 1/2002 und ist auch zu finden unter www.soziokultur-nrw.de und da unter Infos zur LAG NW. Ich bitte die Einrichtungen/Vereine/Zentren, die sich auf der LAG NW Tagung vorstellen wollen, sich zu melden, damit wir den Zeitablauf besser planen können. Ob wir diesen Punkt am Anfang der Tagung machen oder nach der Mittagspause, werden wir vor Ort entscheiden. Bisher stehen an: Kulturinitiative Werl und Alte Feuerwache Duisburg.

Zu 2) Stand und Perspektiven der Landeskulturpolitik in Nordrhein-Westfalen

Als Gast haben wir Herrn Prof. Dr. Thomas Sternberg, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion eingeladen: Er ist zugleich auch Leiter der Katholisch-Sozialen Akademie FRANZ HITZE HAUS in Münster; Sprecher für kulturpolitische Grundfragen des ZdK, Vorsitzender des Ständigen Arbeitskreises „Kulturpolitische Grundfragen“ des ZdK; Berater der Kommission VIII, Wissenschaft und Kultur der DBK; Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Neue Musik, Münster; Vorstandsmitglied der DG, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst; Honorarprofessor für Kunst und Liturgie der Kath.-Theol. Fakultät der WWU; Vorstandsmitglied des Leiterkreises der Katholischen Akademien; Beirat Forschungsschwerpunkt Dritter Sektor der WWU, Münster; Beirat Jüdisches Museum, Westfalen, Dorsten und war Mitglied der Enquete Kommission des Deutschen Bundestages „Kultur in Deutschland“.

Herr Sternberg wird uns über den aktuellen Stand der Meinungsbildung der neuen Regierungsfraktionen im Land NRW in Sachen Kulturpolitik berichten. Was wird bleiben, was wird sich ändern und wie sollen die Schwerpunkte der künftigen Landeskultur aussehen. Was sind die Erwartungen der Kulturpolitik an die Künstler und KünstlerInnen, an die Kulturinstitutionen und hier insbesondere an die Soziokulturellen Zentren? Darüber werden wir mit ihm diskutieren.

Hier noch mal der Hinweis auf die Rede des Staatssekretärs für Kultur, Herrn Hans Heinrich Große-Brockhoff, anlässlich des 25. Jubiläums jährigen NRW Gütersloh am 6.9.2005, zu finden unter www.kultursekretariat.de und da in der Rubrik Sprachrohr.

Die Kulturseiten der Landesregierung sind neu und zu finden unter:
http://www.kultur.nrw.de/de/index.html

Und Auszüge aus: „Nordrhein-Westfalen kommt wieder: Mehr Selbstbestimmung wagen
Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers Regierungserklärung vor dem Landtag Nordrhein-Westfalen
am Mittwoch, 13. Juli 2005

„Wir werden die Zeiten großer Umbrüche nicht mit menschlichem Maß bewältigen, wenn uns unsere
kulturellen Wurzeln nicht bewusst bleiben.“
Kultur durchdringt alle Politikbereiche, ja stellt gewissermaßen ihre Basis dar. Denn was immer wir tun, es muss an den Werten orientiert sein, die unsere Verfassung voraussetzt, aber selbst nicht schaffen kann: An Werten, die allgemeine Anerkennung verdienen und die unsere Kultur in vielen Jahrhunderten hervorgebracht hat und fortentwickelt. Was z. B. richtig und falsch, gut und schlecht,
bedeutend und belanglos, schön und hässlich ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Unser Problem ist nur: wir streiten nicht mehr darüber. Wir unterscheiden nicht mehr, sondern neigen dazu, alles als gleich gültig zu betrachten mit der Folge, dass wir es auch gleichgültig behandeln.

„Aufgabe von Politik ist es nicht, sich in Sachen Kultur zum Richter aufzuschwingen.“
Aufgabe von Politik ist es aber sehr wohl, die Angewiesenheit des Menschen auf Kultur und auf die von ihr hervorgebrachten Werke anzuerkennen und die Diskussion der Experten mit der gleichen Leidenschaft zu fördern und zu begleiten, wie es bei anderen Politikbereichen der Fall ist.
Ein solches Politikverständnis bedingt,
- dass wir uns wieder mehr als bisher um den Erhalt der vom Verfall bedrohten Substanz unserer Kultur in unseren Theatern, Museen, Archiven usw. kümmern,
- dass wir wieder dafür sorgen, dass unser kulturelles Wissen und Können in unseren Kindergärten, Schulen und Hochschulen als untrennbarer Bestandteil von Bildung an die kommenden Generationen weitergegeben wird,
- dass wir Künstler unterstützen und fördern, weil sie in radikaler Freiheit neue
Wege anstoßen und wir diese Anstöße, die nicht selten provozieren und „anstößig” sind, brauchen.

Das werden wir tun.
Da ich Kultur in diesem Sinne als Grundlagenarbeit betrachte, habe ich mich entschieden, diese Aufgabe in die Zuständigkeit der Staatskanzlei zu geben. Aus demselben Grunde werden wir allen Sparzwängen zum Trotz die Kulturfördermittel des Landes mittelfristig verdoppeln.
Nordrhein-Westfalen besitzt vor allem in seinen Kommunen einen kulturellen Reichtum und eine kulturelle Dichte wie kaum eine andere Region der Welt nur weiß es kaum jemand, weder in anderen Ländern noch hierzulande. Was liegt da näher, als gemeinsam mit den Kommunen unsere Schätze wieder zum Leuchten zu bringen auf dass unser schönes und reiches Land auch im nationalen und internationalen Vergleich den Stellenwert einnimmt, der ihm gebührt.“

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