Die Konzeptförderung ist seit 2006 ein bewährtes Instrument zur künstlerischen Profilierung der Soziokulturellen Zentren in NRW und bietet beste Chancen für die Weiterentwicklung der Kultureinrichtungen. Die Besonderheit der Konzeptförderung liegt in der inhaltlichen Ausrichtung, in der Förderhöhe sowie in der drei Jahre überspannenden Förderzusage. Sie schafft bessere Rahmenbedingungen zur Weiterentwicklung des künstlerischen Profils und zur Professionalisierung der bestehenden Strukturen, zur Entwicklung einer Kommunikationsstrategie und Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit sowie zur Gewinnung von Kooperationspartner*innen. Auch die Besucher*innenforschung und Zielgruppenanalyse sind wichtige Beschäftigungsfelder. Die Konzeptförderung dient der nachhaltigen Stärkung qualitativ herausragender, professioneller und erfahrener Projektträger genauso wie Neueinrichtungen von soziokulturellen Zentren in ihrer gesellschaftlichen Rolle als „Dritte Orte“ in Stadt und Land.

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Info- und Beratungsangebote

Dienstag, 05.05. 16 Uhr Info-Webinar für Mitgliedseinrichtungen
Montag 11.05. 14 – 17 Uhr Wer? Was? Wann? Wo? und vor allem Warum?
 Wie aus guten Ideen ein gutes Konzept wird
– Webinar mit Harald Redmer – Anmeldung

Fördervoraussetzungen

Zuwendungsempfänger sind soziokulturelle Zentren in Nordrhein-Westfalen. Die Zentren sollten in der Regel eine mehrjährige Erfahrung mit professionellen künstlerischen Projekten aufweisen, die in ein Gesamtkonzept eingebunden sind.

Förderantrag

Bestandteil des Förderantrags ist ein auf drei Jahre angelegtes kulturell-künstlerisches Konzept, das die folgenden Fragen beantwortet:

  • Was ist das originäre Ziel des Projektes, was soll erreicht werden (z.B. im Hinblick auf künstlerisch-inhaltliche Qualität oder personelle Entwicklung bzw. Umfeld- oder Service-Qualität)?
  • Was ist der aktuelle Status der Einrichtung? Was soll sich nach einer Konzeptförderung gegenüber heute verändert haben?
  • Kann das Projekt helfen, nachhaltige Strukturen aufzubauen?
  • Wie werden Künstler*innen, Mitarbeitende, Vorstände, Stakeholder, Kooperationspartner*innen in den Veränderungsprozess eingebunden?
  • Welche Zielgruppen sollen erreicht werden?
  • Welche Wirkungen auf den Stadtteil/die Stadt/die Region werden erwartet?
  • Welche Methoden/Verfahren werden eingesetzt, um das Ziel zu erreichen?
  • Wer übernimmt die Verantwortung für den Prozess oder die Betreuung des Konzeptes?

Bildung inhaltlicher Schwerpunkte im Förderzeitraum 2020 bis 2023

Bei ihrer Bewertung werden die Jurymitglieder ein kulturell-künstlerisches Engagement beispielsweise auf folgenden Gebieten berücksichtigen:

  • Inhaltliche Neuaufstellung: Ästhetisch-künstlerische Transformation und Profilbildung
  • Generationenwechsel meistern: Neuaufstellung und Neustrukturierung durch diversitätssensibles Fachpersonal
  • KoPiloten – Kommunikation, Kooperation und Vernetzung durch Kultur
  • Publika identifizieren, kennen lernen, erreichen und binden ˗ persönlich und digital

Antragsverfahren

Die Vergabe von Projektmitteln für die Konzeptförderung erfolgt in einem zweischrittigen Verfahren. Zunächst wird ein Projektdatenblatt (inkl. ergänzendem Konzeptpapier sowie Kosten- und Finanzierungsplan) bei der Geschäftsstelle von Soziokultur NRW eingereicht, dieses wird in einer Jury beraten. Ausgewählte Zentren können daraufhin auf Grundlage des Projektdatenblatts (inkl. der oben genannten Dokumente) einen Förderantrag bei der zuständigen Bezirksregierung einreichen. Die Bewilligung erfolgt durch die Bezirksregierung per Zuwendungsbescheid.

Mit der Maßnahme darf erst nach Eingang des Bewilligungsbescheids oder nach Gewährung einer Ausnahme vom Verbot des vorzeitigen Maßnahmenbeginns begonnen werden.

Das Programm hat eine dreijährige Laufzeit und läuft mit dem frühestmöglichen Beginn von Maßnahmen ab dem 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2023. Die möglichen Förderhöhen pro Jahr liegen zwischen 20.000 und 50.000 Euro. Frühestmöglicher Beginn der Maßnahme ist der 01. Juli 2020, weshalb im Jahr 2020 und in 2023 max. die Hälfte der Fördersumme, also bis zu 25.000 Euro einkalkuliert werden können.

Hilfestellungen

Das Team von Soziokultur NRW steht bei der Antragstellung (oder sonstigen Fragen) gerne beratend zur Seite. Um die Antragstellung und den gesamten Projektablauf so reibungslos wie möglich zu gestalten, haben wir hier einige Hilfestellungen und Vorlagen zusammengestellt:

Ansprechpartner*innen bei den Bezirksregierungen

Die Einreichung der formalen Anträge sowie die Abrechnung der Fördermittel erfolgt über die jeweilig zuständige Bezirksregierung.

Bezirksregierung Arnsberg
Anja Heymann
+49 2931 823092
anja.heymann@bezreg-arnsberg.nrw.de

Bezirksregierung Detmold
Regina Pampel
+49 5231 714840
regina.pampel@brdt.nrw.de

Bezirksregierung Düsseldorf
Katja Beyer
+49 211 4755774
katja.beyer@brw.nrw.de

Bezirksregierung Köln
Anna-Maria Wagner
+49 221 1473306
anna-maria.wagner@bezreg-koeln.nrw.de

Bezirksregierung Münster
Mandy Ann Bergmann
+49 251 4113115
mandyann.bergmann@brms.nrw.de