Die Projektarbeit war und ist immer noch wesentlicher Bestandteil der Arbeit eines jeden soziokulturellen Zentrums, von Initiativen der freien Szenen, von Kulturvereinen und Künstlerinnen sowie engagierten Privatpersonen. Die Besonderheit ist die Art der künstlerischen Produktion, die Kreativität und die Innovation einerseits, die Teilhabeorientierung, die Alltagsbezogenheit sowie die stadträumliche Verortung von soziokulturellen Projekten andererseits.

Sie ist sowohl im ländlichen wie auch im urbanen Raum, im Kulturzentrum wie im Stadtraum präsent und bietet ein spartenübergreifendes Kulturangebot, das von Theater über Musik, Film und Tanz bis zu Workshops und Ausstellungen reicht. Dabei bietet Soziokultur viele Möglichkeiten kultureller Partizipation und verfolgt somit den demokratischen Gedanken auch in der Kultur –frei nach dem Kerngedanken: Kultur von allen für alle.

Ausschreibung der Projektmittel für das Jahr 2021
Die aktuelle Ausschreibung nimmt die Corona-beeinträchtigte Zeit mit in den inhaltlichen Fokus. Die ergänzende Leitlinie findet ihr unten auf der Seite unter Formulare und Downloads oder direkt hier.

Elementarer Wesenszug soziokultureller Praxis ist es, die alltägliche Lebenswelt in die Kulturarbeit einzubeziehen und zugleich eine Rückwirkung der so entstehenden Formen von Kunst und Kulturin unsere Gesellschaft anzustreben. Sie leistet damit einen Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der kulturellen Chancengleichheit und der demokratischen Kultur.

Die Integration verschiedener Altersgruppen, sozialer Schichten und Nationalitäten, die Unterstützung und Förderung von sozialer und politischer Arbeit sowie die Verwirklichung von demokratischen Entscheidungsstrukturen gehören zum grundlegenden Selbstverständnis von Soziokultur. Weiter sollen auch Menschen mit Flucht-und Migrationserfahrung in die soziokulturelle Projektarbeit einbezogen werden und durch Teilhabe an kulturellen und künstlerischen Projekten in den Austausch kommen, umzusammen eine gemeinsame transkulturelle Zukunft, eine Zukunft der Vielheit, zu entwerfen.

Förderkriterien

Generell sind in diesem Programm Projekte soziokultureller Praxis förderwürdig, wenn sie den Allgemeinen Grundsätzen entsprechen.

Die Soziokultur NRW fördert insbesondere Vorhaben, die sonst aus finanziellen Gründen nicht realisierbar wären. Dazu gehören in erster Linie an gesellschaftlichen Fragen orientierte kulturelle Projekte, die – weil sie spartenübergreifend und in den Grenzbereichen von kultureller, sozialer und politischer Arbeit angesiedelt sind – allzu häufig zwischen die Raster an klassische Genres orientierter Kulturförderung fallen.

Wichtig für die beantragten Projekte ist es, dass sie künstlerisch-kulturell arbeiten, um mit den Nutzer*innen des Zentrums, Bürger*innen aus dem Stadtteil und aus der Stadt u.a. eigene kulturelle Akzente setzen und um breitere Bevölkerungsschichten einen Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. Diese Projekte sollten exemplarisch sein in der Stadt, in der Region bzw. auch Ideengeber für Nachahmende. Wichtig dabei ist, dass diese Kulturprojekte nicht nur Angebote zum Konsumieren sind, sondern auch die Möglichkeit für viele bieten, Kultur selbst zu gestalten. Das gilt insbesondere für Projekte, die die Sparten Theater, Musik, Kunst und neue Medien nutzen.

  • Antragsberechtigt: Natürliche und juristische Personen, d.h. neben den Mitgliedszentren der Soziokultur NRW, soziokulturelle Einrichtungen, freie Initiativen und Künstler*innen, engagierte Einzelpersonen, GbRs oder andere Rechtsformen

Hilfestellungen

Das Team von Soziokultur NRW steht bei der Antragstellung (oder sonstigen Fragen) gerne beratend zur Seite. Um die Antragstellung und den gesamten Projektablauf so reibungslos wie möglich zu gestalten, stellen wir hier bald einige Hilfestellungen und Vorlagen zum Download zusammen. Bitte noch ein wenig Geduld.