Kabarett, Metal- und Blues-Konzerte, Kneipen-Quiz: Die Druckerei Bad Oeynhausen feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag mit einem extravollen Programm. André Siekmeier, zuständig fürs Booking, erklärt im Gespräch, was das Besondere am Zentrum ist – und wie das Programm entsteht.

Herzlichen Glückwunsch zum 40. der Druckerei! Nimm uns doch einmal mit zurück in die Anfangszeit. Wie kam es zur Gründung?

Die Druckerei ist eng mit dem Engagement Einzelner verbunden: Anfang 1981 trafen sich 15 Interessierte zu einem Wochenendseminar mit dem Titel „Bürger planen ihr Begegnungszentrum“. Bald darauf folgte eine Info-Veranstaltung mit 49 Teilnehmenden, wenige Wochen später war der Verein „Initiativgruppe Begegnungszentrum Bad Oeynhausen e. V.“ gegründet. Es ging vor allem darum, einen passenden Raum zu finden – und da kam die alte Druckerei im Ormig-Gebäude ins Spiel. 1985 konnte dort schließlich das soziokulturelle Zentrum „Druckerei Begegnungszentrum e.V.“ eröffnen.

Ihr feiert euren runden Geburtstag mit einem Jubiläumsprogramm. Was erwartet das Publikum?

Unter dem Motto „40 Jahre – 40 Tage“ gibt es fast täglich Veranstaltungen – von Repair-Café über den Zaubersalon für Kinder bis zu Comedy, Konzerten (Blues, Metal, Pop!) und einer musikalischen Lesung mit Ingolf Lück und Bernd Delbrügge. Am 2. Oktober steigt die große Geburtstagsparty – offen für Mitglieder, Freund*innen der Druckerei und alle Interessierten. Im Kern spiegelt das Jubiläum wider, was wir hier ohnehin tun: Wir machen ein vielfältiges Programm von Kindertheater bis Seniorensingen.

Wie organisiert ihr euer Programm?

Das Kulturprogramm entsteht in einer ehrenamtlichen Gruppe aus Vereinsmitgliedern und Kulturinteressierten. Zwischen zwölf und 20 Menschen bringen ihre Ideen ein, wen sie gern live bei uns erleben möchten. Danach übernimmt das hauptamtliche Team. Als Booker kümmere ich mich z. B. um Anfragen, Termine und Verträge.

Ihr habt kürzlich eine Spendenkampagne gestartet. Habt ihr finanzielle Sorgen?

Unsere Finanzierung ist knapp, aber wir kommen zurecht – vor allem dank der vielen Ehrenamtlichen. Ohne sie ginge es nicht! Jede Veranstaltung bedeutet für uns ein finanzielles Risiko, und wir müssen hoffen, dass die Einnahmen die Kosten decken. Die Programmgruppe hat da ein sehr gutes Gespür. Trotzdem hilft ein finanzielles Polster – dafür ist die Spendenkampagne gedacht.

Was wünschst du dir für die nächsten 40 Jahre?

Dass es so gut weiterläuft! Die Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamtlichen ist ein großes Glück. Damit das so bleibt, wünschen wir uns mehr Unterstützung, gerade von jungen Menschen, die Lust haben, unser Programm mitzugestalten. So finden auch mehr junge Leute den Weg in die Druckerei.

Herzlichen Dank für das Gespräch – und alles Gute für die nächsten 40 Jahre!