Soziokultur neu denken! Die Versammlung der Wünsche rückt näher: Am 26. Januar 2023 wollen wir uns in großer Runde im Ringlokschuppen Ruhr versammeln, vor Ort und in echt, um gemeinsam an der Neuvermessung der Soziokultur weiterzuarbeiten. Was macht Soziokultur heute aus? Wovon träumen wir als Kulturschaffende, wenn wir mal groß denken?

Sie sind auch dabei, oder? Wir freuen uns über Ihre Anmeldungen bis zum 13. Januar 2023! (Wir haben die Frist verlängert, weil viele erst jetzt nach der Weihnachtspause zur Arbeit zurückkehren.)

Die Definition von Soziokultur ist so vielfältig, wie die Szene, die sie alltäglich praktiziert. Soziokulturelle Zentren sind Orte für spartenübergreifende, ganzjährige Kulturarbeit, für Demokratie und Dialog, für das Mitmachen und Mitgestalten.  Begriffe wie Partizipation, Diversität, Care und Community beschreiben wichtige Werte und Prinzipien der Szene und sind heute in aller Munde. Viele greifen auf diese Praktiken zurück, was eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte bedeutet. – Wie geht es aber weiter? In Krisen, trotz Krisen, Krisen trotzend.

Wünsche & Visionen

Wir beschlossen, diesen Fragen nachzugehen, und gestalteten seit Anfang 2022 einen umfassenden Prozess, in dessen Zentrum die „Versammlung der Wünsche“ steht. Dazu haben wir viele Akteur*innen der Soziokultur in Interviews befragt. 45 von ihnen erzählen nun von ihren Wünschen, Forderungen und Visionen: Welches Publikum wollen sie erreichen? Wofür müsste mehr Geld da sein? Was berührt und was ärgert sie bei der Arbeit?

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Bei der Versammlung der Wünsche werden diese Interviews zum Gesprächsanlass für bis zu 300 Akteur*innen, Expert*innen und Freund*innen. All diese Wünsche, Erfahrungen und Forderungen bilden so die Basis für einen Tag der

Selbstverständigung und der Inspiration: Was macht Soziokultur heute aus und wie soll sie sich entwickeln?

Künstlerische Versammlungsleitung

Damit wir nicht im eigenen Saft schmoren, haben wir neun Künstler*innen eingeladen, Impuls-Workshops zwischen Kunst und Aktivismus für uns zu geben: Es geht um die Kunst der Migration (Migrantpolitan), die Performance des kollektiven Entscheidens (Hannah Kowalski), um Fluchtwege aus der Gender Binary (Christopher Weymann) und um unwahrscheinliche Begegnungen im ländlichen Raum (Micha Kranixfeld). Es geht um Peer-to-Peer-Gesundheitsfürsorge (Cassie Thornton) und um Aktivismus ohne Burn-out (Laboratory of Insurrectionary Imagination). Florian Malzacher führt in die Kunst der Versammlung ein, Benjamin Förster-Baldenius (raumlabor) lädt zum gemeinsamen Bauen ein und Rena Tangens diskutiert Datenschutz und Zauberei. 

Die Künstlerische Versammlungsleiterin Sibylle Peters hat zusammen mit Esther Pilkington und Christopher Weymann das Workshop-Programm für uns kuratiert. Zudem sorgen die drei für performative Überraschungen und künstlerische Interventionen – Lobreden und Champagnerpyramiden nicht ausgeschlossen!

Die Autor*innen und Journalist*innen Kübra Gümüsay, Miltiadis Oulios und Regina Völz sind Augenzeugen dieser Versammlung.

Sehr herzlich bedanken möchten wir uns bei unsere Förderern, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Fonds Soziokultur!


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