soziokultur

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

Donnerstag, 23.6.2016 in der Alten Feuerwache Köln

20.6.2016 > LAG NW Tagung:

Einladung zur LAG NW Tagung am 23. Juni 2016 im BAF Köln

Zeit: Donnerstag, 23.6. 2016, 10.15 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
Ort: Bürgerzentrum Alte Feuerwache (BAF) Köln, Melchiorstr. 3, 50670 Köln, Tel. 0221 - 973155-19, Fax 0221 - 973155-26, www.altefeuerwachekoeln.de

Anmeldung: Bitte umgehend, spätestens 20.6.2016 wegen Anzahl der Käsescheiben, Knäckebrot und Teekannen u.a. hier nach Münster
Wegbeschreibung: Siehe letzte Seite Rundbrief und hier
http://www.altefeuerwachekoeln.de/adresse-anfahrt?month=201606

Tagesordnung:
1) Begrüßung, Ablauf, Vorstellung u.a.
2) Neuvorstellungen
3) Stand der Landesförderung (Projektmittel und die diversen Förderprogramme)
4) Die LAG NW will schon wieder einen Kongress machen
5) Create Music NRW und Interkultur Ruhr
6) Sonstiges, diverses, anderes
ab ca. 13.30 Uhr
7) Einwanderungsgesellschaft, Kollaboration und was hat die Kultur, insbesondere was haben die Soziokulturellen Zentren damit zu tun? Statement und Diskussion mit Mark Terkessidis

Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung:
Zu 1) Begrüßung, Ablauf, Vorstellung u.a.
Die bekannte und beliebte Vorstellungsrunde.

Zu 2) Neuvorstellungen und Neuaufnahmen
Wie immer: Wer sich vorstellen oder in die LAG NW aufgenommen werden möchte, möge sich vorher melden.

Zu 3) Stand der Landesförderung (Projektmittel und die diversen Förderprogramme)
Mehr dazu mündlich.

Zu 4) Die LAG NW will schon wieder einen Kongress machen
Mehr dazu mündlich.

Zu 5) Create music NRW und Interkultur Ruhr

Create NRW: Sie sind derzeit dabei, die Ausweitung des Projektegebietes von create music vorzubereiten. In Zukunft heißt das Projekt create music NRW und darf das ganze Land beackern (zumindest alle Regionen "abseits der Ballungsgebiete“). Auf der LAG NW Tagung werden sie die Fördermöglichkeiten von create music vorstellen (ist ja dann potentiell für mehr Zentren interessant, als in der alten create music-Inkarnation).
create music NRW, Hendrik Stratmann, Projektmitarbeiter

Interkultur Ruhr: KollegInnen vom Projektteam werden das Projekt „Interkultur Ruhr“, welches im Januar 2016 gestartet ist, vorstellen. Das Projekt wird vom Regionalverband Ruhr als eines der Nachfolgeprojekte der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 veranstaltet (gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW). Das Projektteam, bestehend aus Johanna-Yasirra Kluhs, Fabian Saavedra-Lara und Lena tom Dieck, ist nun für den ersten Programmzyklus bis Ende 2017 verantwortlich. Das Projekt gliedert sich in 4 Phasen:
1) Recherche/Mapping/Residenzen/Vernetzung/Vorstellung
2) kleinere öffentliche Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten dezentral im Ruhrgebiet
3) Verdichtung, größere Veranstaltungen
4) Publikation/Symposium
Gerade befinden sie sich in der Recherche, in der Vernetzung, in der Sichtung des Themas Interkultur im Ruhrgebiet. Gerne wollen sie bestehende, funktionierende Netzwerke nutzen, um den Bereich der Interkultur schnellstmöglich zu erforschen. „Es wäre toll, das Netzwerk Soziokultur von Beginn an in unsere Überlegungen und das gesamte Projekt einzubeziehen. Lena tom Dieck“ www.interkultur.ruhr

Zu 6) Sonstiges, diverses, anderes: Themen, die ihr schon immer mal diskutieren wolltet, aber jetzt erst die Zeit dafür reif ist. Oder solche öden Themen wie GEMA, Zuwendungsrecht, Bürokratieabbau oder was auch immer.

Zu 7) Einwanderungsgesellschaft, Kollaboration und was hat die Kultur, insbesondere was haben die Soziokulturellen Zentren damit zu tun? Statement und Diskussion mit Mark Terkessidis
„Deutschland wird sich verändern, heißt es derzeit angesichts der ankommenden Flüchtlinge. Die Frage ist: wie? In seinem Buch "Kollaboration" hat Mark Terkessidis die notwendigen Voraussetzungen für den Wandel beschrieben. Offenbar reicht es nicht, an der Spitze von Bundesämtern die Top-Bürokraten auszutauschen. Wie wird das Know-how derer einbezogen, die sich teilweise seit Jahrzehnten engagieren? Wie wird das Wissen der Neuankömmlinge berücksichtigt? Eine demokratische Gesellschaft der Vielheit, sagt Terkessidis, muss zwischen vielen unterschiedlichen Stimmen vermitteln - es braucht gute Formen der Zusammenarbeit. Auch die Proteste der letzten Jahre haben die Unzufriedenheit der Bürger offenbart: Politiker scheinen weit weg vom Alltag und mit Großprojekten wie Bahnhöfen oder Flughäfen überfordert. Im Gegensatz dazu sind die Menschen eigensinnig wie nie. Nach Jahren der neoliberalen Predigten sind sie in Eigenverantwortung geübt: Gemeinsam erschaffen sie die Wikipedia, renovieren Klassenzimmer oder gründen gleich selbst Schulen. So werden sie im positiven Sinne zu Kollaborateuren. Anknüpfend an seine Überlegungen aus Interkultur (es 2589) entwirft Mark Terkessidis eine Philosophie der Kollaboration, die beim wütenden und suchenden Individuum ansetzt. Eine Gesellschaft der Vielfalt, so Terkessidis, kann nur funktionieren, wenn viele Stimmen gehört werden und unterschiedliche Menschen zusammenarbeiten“.
Mark Terkessidis: Kollaboration, edition Suhrkamp, € 18.-, auch als ebook
Video zu „Kollaboration“ https://www.youtube.com/watch?v=pXfOS4ghqXU&feature=youtu.be
Und: Wir werden und müssen das natürlich konkretisieren auf unsere tägliche Praxis. Was hat das alles mit uns zu tun? Was müssen oder sollten wir tun? Was sollten oder müssen wir verändern? Wo können oder sollten wir uns einmischen? Und welche Fragen sollen noch gestellt werden? Und wer soll das alles beantworten?

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