soziokultur

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

Resonanzen zum Aufruf und Treffen dazu am 18.3.2010 in Mülheim

8.3.2010 > Resonanzen zum Aufruf

Der Aufruf hat vielfältige Reaktionen hervorgerufen. Bisher stehen 617 Namen drunter und das können ruhig noch ein paar mehr werden. Das da einige meiner Auffassung nach zu sehr ein parteipolitisches Süppchen kochen, müssen die selbst verantworten. Es ist eine offene Unterschriftenliste und bleibt es auch. Und das dann auch noch so ein Verein wie BÜSO sich erdreistet, bei etlichen, die auf der Liste stehen, anzurufen, ist leider eine Nebeneffekt dieser offenen Sammlung. Ich empfehle, erst böse dem Anrufer antworten und dann aufzulegen.

Der Aufruf ist natürlich in Teilen drastisch und deutlich formuliert, aber in diesen Tagen von allgemeinen Verlautbarungen und Austausch von Textbausteinen Sinn der Übung. Deswegen hat bisher auch kein Oberbürgermeister oder Dezernent unterschrieben, obwohl das viele auch denken.

Und es hat natürlich die eine oder andere kleine Welle geschlagen. Unterstützung wie Kritik kam umgehend. Warum wir die OberbürgermeisterInnen u.a. mit einbeziehen? Warum wir so eine Untergangsstimmung produzieren (machen wir gar nicht)? Das mit Bundes- und Landesgeldern das Problem nicht zu lösen sei? Ist uns auch klar. Das Klagen nicht hilft? Auch nicht neu! Das die Sprache zu heftig sei und so weiter. Das wir ein „Weiter so“ predigen. Ist natürlich nicht so. Wir haben nicht den Anspruch, alle Fragen der Welt, insbesondere der Kultur in NRW und Wanne-Eickel mit diesem Aufruf zu klären. Sondern wollten einen Anstoß geben. Wir wollen den Diskurs mit vorantreiben und das scheint möglich zu sein. Also danke für die Rückmeldungen und "Unterschriften".

Deswegen geht das mit dem Aufruf weiter: Wir sammeln weiter Unterschriften unter diesen Aufruf und eben direkt im Netz online unter www.soziokultur-nrw.de.

Und alle, die unterschrieben haben, aber ihre Mailadresse nicht bekannt gegeben haben, können uns diese direkt schicken an lagnw@soziokultur.de,
falls sie weitere Informationen haben wollen.

Einige Reaktionen und Berichte sind hier zu finden:
www.wdr3.de/resonanzen/details/artikel/wdr-3-resonanzen-ba9126ce80.html
und da weiter unten ab 19.05 Uhr

und dann kann man eine gewisse Verbreitung bei google finden:
Google Suche "Wir machen den Scheiss nicht mehr mit"

Manches muß man suchen, wie das hier:
www.jazzthetik.de/megaphon/megaphone-von-rolf-jager-co.html
oder einiges ist auch doppelt.


Wir laden ein zum 18.3.2010, 18 Uhr nach Mülheim


Wie geht es weiter mit „Wir machen den Scheiß nicht mehr mit“?

Donnerstag, 18.3.2010 Ringlokschuppen, 18 Uhr


Hier machen wir ein offenes Treffen nicht nur für die UnterzeichnerInnen des Aufrufes „Wir machen den Scheiß nicht mehr mit“.

Wie geht es weiter? Was können wir tun? Wie sind die Reaktionen einzuschätzen? Was passiert noch im Land? Wer unterschreibt und wer nicht und warum nicht? Welche Debatten wurden ausgelöst? Wie kommt man aus der Misere raus? Welche Alternativen gibt es? Gibt es das Bedürfnis, über die jeweiligen Kommune hinaus zusammen zu arbeiten?

Anmeldungen an lagnw@soziokultur.de wären hilfreich für die Organisation. Danke!


Abends gibt es dann:

Klub für lokale Feldforschung „Metropole ohne Kohle“


Do 18.03 | ab 20 Uhr im Ringlokschuppen
poet23 | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr


Erst gingen große Unternehmen pleite, jetzt trifft es die Kommunen: Die Wirtschaftskrise lässt die Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden einbrechen, dafür steigen die Sozialausgaben. In diesem Jahr geraten die Kommunen der "Metropole" Ruhr reihenweise in die Überschuldung. Droht jetzt im Kulturhauptstadtjahr der vielfältige kulturellen Landschaft an der Ruhr das Aus? Wer macht 2011 das Licht aus? Welche Leuchttürme werden ihre zusätzlichen Schatten werfen? Oder gibt es Möglichkeiten und Chancen in der Krise vielleicht wirklich erstmalig intensive Zusammenarbeit zu üben? Masterpläne, Kampagnen oder eine neue Solidarität der "Überflüssigen" - Was wird entstehen in der Metropole ohne Kohle!

Teilnehmer: Andreas Bomheuer, Kulturdezernent der Stadt Essen, Dr. Jürgen Büssow, Regierungspräsident der Bezirksregierung Düsseldorf (angefragt), Peter Carp, Intendant Theater Oberhausen, Jürgen Schmude (angefragt), Ulrich Schreyer (Diakoniewerk Arbeit & Kultur GmbH/ Bündnis für Mülheim an der Ruhr), Jörg Stüdemann, Kämmerer der Stadt Dortmund und noch Beigeordneter für Kultur und Sport; Moderation: Regina Völz (WDR)

Gefördert durch die LAG Soziokultureller Zentren NW mit Mitteln des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen

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