soziokultur

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

24.11.2009 in der Alten Feuerwache in Köln

18.11.2009 > LAG NW Tagung:

Einladung zur nächsten LAG NW Tagung am 24.11.2009 in Köln


Zeit: Dienstag, den 24.11.2009 von 10.15 Uhr bis ca. 16.30 Uhr


Ort: Bürgerzentrum Alter Feuerwache, Köln, Melchiorstr. 3, 50670 Köln, Telefon: 0221-973155-0, Email: info@altefeuerwachekoeln.de


http://www.altefeuerwachekoeln.de/





Anmeldung (bekanntlich wie immer wegen der Anzahl der Personen, hier Ausstellung von Urlaubsscheinen für den Weihnachtsurlaub. Folgend noch eine geklaute, aber bessere Begründung: Leider haben uns die beiden Weltwirtschaftkrisen derart zugesetzt, dass wir deswegen die genaue Anzahl der TeilnehmerInnen benötigen, um kein Gramm Zucker zuviel zu bestellen sowie dieses Mal wieder eine Umlage erheben müssen): Spätestens bis Samstag, den 21.11.2009, 16.16 Uhr. Geht aber auch jetzt schon. Der Rundbrief ist noch im Druck und wird diese Woche ausgeliefert.


Wegbeschreibung: Siehe letzte Seite des Rundbriefes oder http://www.altefeuerwachekoeln.de/





TOPS:


1) Neuvorstellungen und Neuaufnahmen


2) "Die Krise naht oder ist schon da, aber was tun?"


3) Create NRW und was ist daraus geworden


4) Projektmittel der LAG NW und Stand der Dinge


5) Konzeptförderung der Soziokulturellen Zentren


6) Diverses anderes





Zu 1) Neuvorstellungen und Neuaufnahmen


Sofern nötig oder gewünscht. Die möglichen Interessierten bitte vorher noch mal melden. Möglich auch, das wir diesen Punkt weiter nach hinten verschieben.





Zu 2) "Die Krise naht oder ist schon da, was tun?"


Eingeladen haben wir dazu Raimund Bartella, Referent beim Deutschen Städtetag.


Kernthema: Finanzkrise und die Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte. Mögliche Kürzungen in den Kommunen wurden vor und nach den Kommunal- und Bundestagswahlen bekannt. Bochum, Köln und andere hatten schon vor der Wahl vorgelegt. Dortmund hat 17 Stunden gebraucht, um nach dem Wahlergebnis ein Loch von ca. 100 Mio. zu finden. Jetzt ist es vielleicht kleiner oder doch größer. Aber es wird voraussichtlich kaum eine Kommune ungeschoren davon kommen. Von daher muss dieses Problem auch unser Schwerpunkt für die nächste Zeit sein. Siehe auch die Kampagnen in Wuppertal und Remscheid und anderswo.


Auch wenn wir das schon seit Jahren hören, selber davon reden und es zum Allgemeingut geworden ist: Die Situation der Kommunen wird sich verschärfen. Aber jetzt ernsthaft. Hagen steht schon länger in der Debatte und soll freiwillige Leistungen kürzen und reduzieren. Köln`s Kämmerer hatte das signalisiert. In Bochum sollten in den nächsten Jahren bis 2016 jährlich 100 Mio. Euro eingespart werden. Davon der Bereich Schule/Bildung mit 17,6, davon die Kultur 10 Mio. Im aktuellen Zukunftskonzept sind vier Einrichtungen enthalten (Schauspielhaus, Sinfoniker, Planetarium und das Bergbaumuseum), die unangetastet bleiben sollen. Das heißt bei ca. 53 Mio. für Kultur und die Hälfte für diese vier, das die Einsparungen beim Rest von ca. 26 Mio. erfolgen soll. Ganze Einrichtungen könnten jetzt geschlossen werden. Aber der Plan, ein neues Konzerthaus für 30 Mio. Euro zu bauen, hält man in Bochum aufrecht. Die Parteien rudern teilweise zurück, aber wohin?





Von daher Frage: Wo und wie es denn weitergehen kann? Es sprudeln ja nicht überall so die Gelder wie in Düsseldorf. Wo liegt die politische Strategie der Zentren? Kungeln? Protest? Abducken und warten, bis die Welle der Hiobsbotschaften vorbeigerauscht ist? Besteht die Notwendigkeit, dass sich die Zentren zum Teil neu aufstellen müssen und auch gut begründen müssen, wofür sie denn öffentliche Subvention (oder "Investition in die Zukunft", wie es J.M. immer sagt) haben möchte. Damit allein ist natürlich noch kein Blumentopf gewonnen, dann muss man dies auch durchsetzen (können), dafür braucht man/frau Partner. Die Verteilkämpfe innerhalb bestimmter Budgets werden zunehmen.





Der Kollege Bartella wird etwas zur desolaten Haushaltslage sagen und was da möglicherweise an differenzierten Ursachen hinter steckt. An uns liegt es u.a., mit welcher politischen Strategie dagegen anzugehen ist oder wofür man streitet? Wo gibt es positive Beispiele, wo negative? Was können die Zentren selber tun, wenn es weniger öffentliche Förderung gibt? Soll man das überhaupt denken, geschweige diskutieren dürfen?


Wie könnte man das systematisieren? Wie kann man mehr Einnahmen generieren und auf der anderen Seite Ausgaben reduzieren. Vielleicht braucht es so eine Art Checkliste. Jedes Zentrum hat dazu schon mal nachgedacht und gearbeitet und das gilt es zusammen zutragen. Für die "betriebswirtschaftliche" Lösung ist wahrscheinlich am besten ein Insolvenzberater geeignet, der macht das nüchtern, Stichwort "Insolvenz als Chance".





Kommen wir auf der Tagung zur Erkenntnis: Man kann etwas tun (politisch, betriebswirtschaftlich und am besten beides)? Oder doch abwarten bis die Krise vorbei ist oder Sand in den Kopf stecken (oder umgekehrt) wäre wohl doch die schlechteste Lösung. Da viele Einrichtungen in ähnlicher Situation sind, kann es hilfreich sein, die Erfahrungen austauschen und sich helfen. Hier ist eine Funktion der LAG NW zu sehen.





Was kann die LAG selber machen: Einen Notfallfond fordern/verhandeln, konkrete Krisenberatung fördern, bereitstellen (Potentialberatung, Bildungsscheck....)


Hilft vielleicht ein kleiner Leitfaden, "Die Krise naht, was tun?", damit lösen wir nicht alle Probleme, aber geben eine etwas strukturierte Handlungsanleitung.





Was ist immer noch zu tun:


- Wir sammeln weiter die Hiobsberichte und Nachrichten aus den Kommunen. Teilt mir bitte mit, wie der Stand bei euch in der Kommune ist.


- Wir rufen die Zentren und andere Einrichtungen auf, lokale Bündnisse zu schließen wie in Bielefeld, Remscheid, Bochum und Wuppertal. Das diese Bündnisse mal breit, mal weniger breit („die kommen hier nicht ins Haus“) sind, ist logisch, weil die örtlichen Verhältnisse immer anders sind:


http://www.wuppertal-wehrt-sich.de/


https://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/3041584_Gemeinsam_fuer_die_Kultur.html


http://www.festival360grad.de/Intern2/images/pdf/schlussstatement%20bielefelder%20kulturpact.pdf


https://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/3041584_Gemeinsam_fuer_die_Kultur.html


und diverse andere. Zur Vervollständigung schickt mir bitte die Adressen.





Dazu als weitere Information (wie das die Oberbürgermeister in euren Städten sehen):


Schwarz-gelbe Kulturpolitik – Kulturfinanzierung: Große Oberbürgermeisterbefragung – Edgar Reitz


November/Dezember-Ausgabe von politik und kultur. Die Ausgabe 06/2009 (November/Dezember) von politik und kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates im Internet unter http://www.kulturrat.de/puk/puk06-09.pdf verfügbar.


Kulturfinanzierung: Große Oberbürgermeisterbefragung


Was bedeutet die Finanzkrise für die Kulturpolitik der Kommunen? Welche kulturpolitischen Schwerpunkte sollen gesetzt werden? Welche Kooperationen, welche Synergien werden erwartet? Welche Sorgen bestehen? 39 Oberbürgermeister von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern geben Auskunft.


….


Weitere Themen sind: Digitalisierung, Medienpolitik, Streitfall Computerspiele, 20 Jahre Mauerfall, Arbeitsmarkt Kultur, Goethes Welt, Internationale Kulturpolitik, Restitution von Kulturgut, Luther 2017, Kultur und Kirche, Kulturlandschaft Deutschland, Kulturelle Bildung, Kulturelles Leben und Beilage Interkultur


Impressum: Deutscher Kulturrat e.V. Die Zeit: Der große Kahlschlag -Von Stuttgart bis Leipzig: 2010 wird die Kultur womöglich kaputtgespart





Dazu ein Artikel in der Wochenzeitung "Die Zeit" mit dem Titel "Der große Kahlschlag -Von Stuttgart bis Leipzig: 2010 wird die Kultur womöglich kaputtgespart" hinweisen. Der Artikel kann unter http://www.zeit.de/2009/45/Kulturetats gelesen werden.


http://www.zeit.de/2009/45/Kulturetats?page=all&print=true





Zu 3) Create NRW und was ist daraus geworden


Mehr dazu mündlich.





Zu 4) Projektmittel der LAG NW und Stand der Dinge


Ebenfalls mehr dazu mündlich. Bericht über den Stand der Dinge und die Aussichten für das Jahr 2010. Und vor allen Dingen müssen wir unseren Beirat vervollständigen. Es müssen ein bis drei Personen neu gewählt werden.





Zu 5) Konzeptförderung der Soziokulturellen Zentren


Nach der Entscheidung sind die geförderten am Anfang der Projektphase. Wie ist der Stand der Dinge? Was gibt es zu berichten? Und was können wir für die Zentren tun, deren Anträge nicht bewilligt worden sind?





Zu 6) Diverses anderes wie das neueste zu Creole und Weltmusik, u.a. bzw. was ihr schon immer mal los werden wollt. Finanzen der LAG NW, Strukturen der LAG NW, Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren u.a.





Und nebenbei: Schaut euch bitte unsere neue Internetpräsentation an unter www.soziokultur-nrw.de


Und kommentiert sie.

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