soziokultur

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

23.9.2008 in der Zeche Carl in Essen

29.9.2008 > LAG NW Tagung:

LAG NW Tagung am Dienstag, den 23.9.2008 von 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr - Nach einer Pause: Quo vadis Zeche Carl? Podiumsrunde zur Zukunft des soziokulturellen Zentrums

Wie angekündigt, werden wir die nächste LAG NW Tagung in der Zeche Carl durchführen. Den meisten ist die Problemlage bekannt. Vor der Sommerpause haben wir einiges dazu versandt. Nach der Sommerpause ebenfalls.
Weitere Informationen sind hier zu finden.
http://web.me.com/ruhrflash/Zeche_Carl_Ersatzseite/Aktuell.html
oder
http://www.derwesten.de/nachrichten/suche/artikel/sortiert-nach-neuestem/zeche%20carl.html

Wir werden uns noch mal ausgiebig die Situation erklären lassen. Wie kam es dazu? Was waren die Faktoren zur Insolvenz? Was hätte man verhindern können oder was eben nicht? Auf jeden Fall geht es darum, das wir uns nicht nur über die Situation der Zeche Carl schlau machen, uns überlegen, was wir an Unterstützung leisten können, sondern auch darum, was wir aus der ganzen Geschichte lernen können und müssen, welche Rahmenbedingungen sich ändern müssen und was wir jeweils als Einrichtung auch korrigieren und überprüfen sollten. Und: Welche Aufgabe hat dabei die LAG NW?
In der Vergangenheit kam es immer wieder mal zu Problemen mit Finanzen u.a. in den Einrichtungen. Schacht 8 in Marl wurde geschlossen, der alte Verein IKA Altenberg ging in Insolvenz, Weberei Gütersloh hatte Probleme und wurde umstrukturiert. Und fast jede Einrichtung hat von Zeit zu Zeit damit zu kämpfen. Vor Jahren haben wir die ERFA Gruppen ins Leben gerufen, um Vorbeugung zu schaffen. Das hat alles nicht gereicht und wir müssen uns für solche Fälle etwas neues überlegen.


Anmeldungen bitte dann umgehend. Evt. Können und müssen wir noch das Thema Create NRW noch behandeln. Wie bekannt, war am 17.9. der Entscheidungstag. In den nächsten 14 Tagen gibt es die Verkündung. Vielleicht wissen wir am Dienstag schon mehr.
Und: Mit der Konzeptförderung wird es weiter gehen. Es muß nur noch etwas an der Ausschreibung gebastelt werden. Der Termin der Ausschreibung verzögert sich noch etwas. Ihr könnt aber schon die Gedanken zum Projektantrag vertiefen.


19.30 Uhr: Quo vadis Zeche Carl? Podiumsrunde zur Zukunft des soziokulturellen Zentrums
Teilnehmer:
Dr. Reiniger (Oberbürgermeister/angefragt)
Dr. Oliver Scheytt (Kulturdezernent/angefragt)
Franz-Josef Britz (Vorsitzender CDU-Fraktion/angefragt)
Reinhard Paß (Vorsitzender SPD-Fraktion/angefragt)
Hiltrud Schmutzler-Jäger (Vorsitzende Fraktion Die Grünen)
Gabriele Giesecke (Vorsitzende Fraktion Die Linke-DKP-AUF)
Johannes Brackmann (Vorsitzender Kulturbeirat)
Gerd Spiekermann (Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur NRW)
Moderation: Christine Kostrzewa (Journalistin)

Über alle politischen Lager hinweg scheint Einigkeit zu bestehen, die Zeche Carl als soziokulturellen Standort zu erhalten. Doch was bedeutet dies konkret? Der alte Verein Zeche Carl e.V. beendet mit der Eröffnung der Insolvenz am 01. Oktober seine Existenz. Ein Großteil der augenblicklich 73 Beschäftigten wird zu diesem Stichtag in die Arbeitslosigkeit entlassen. Ein kleinerer Teil, vorrangig hauptamtlicher Mitarbeiter, wird in eine sog. Transfergesellschaft übernommen. Auch sie erhalten lediglich Transferkurzarbeitergeld in Höhe der Arbeitslosengeldansprüche. Die meisten der bis zum Jahresende schon fest geplanten Veranstaltungen werden abgesagt. Lediglich Vermietungstermine mit Fremdveranstaltern sollen ermöglicht werden. Damit droht die Abwicklung der bisherigen Aktivitäten, Angebote und Arbeitsplätze der Zeche Carl.

Eine städtische Projektgruppe unter Leitung des ehemaligen stellv. Regierungspräsidenten Jürgen Riesenbeck ist mit der Erarbeitung eines neuen Betreiberkonzeptes samt geeigneter Rechtsform beauftragt. Bis zum 01. April 2009 soll ein neuer Betreiber für die Zeche Carl gefunden werden. Bisher sind weder Vertreter soziokultureller Einrichtungen und Verbände, der Essener Kulturschaffenden, noch die bisherigen Mitarbeiter der Zeche Carl an diesem Prozeß beteiligt. Wir wollen mit unseren Gästen darüber diskutieren, wie es gelingen kann, dass auf der Zeche Carl ein soziokulturelles Zentrum mit all seinen pädagogischen, sozialen, politischen und kulturellen Angeboten sowie möglichst vielen Arbeitsplätzen auch unter neuer Trägerschaft erhalten wird. Außerdem dürfen bis zum 01.04. 2009 auf Carl die Lichter nicht gänzlich ausgehen. Ohne eine gewisse Kontinuität im laufenden Betrieb wird jeder Neustart erheblich erschwert.

Datum: Dienstag, 23. September 08, 19:30 Uhr
Ort: Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, Essen

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