soziokultur

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

5.12.2007 im Domicil in Dortmund

4.12.2007 > LAG NW Tagung:

Einladung zur nächsten LAG NW Tagung

Zeit: Mittwoch, den 5.12.2007, 10.15 Uhr bis ca. 16.30 Uhr

Ort: Domicil gGmbH, Forum für Jazz, Weltmusik und Avantgarde, Hansastr. 7-11, 44137 Dortmund, 0231/8629030, http://www.domicil-dortmund.de

Anmeldung: So schnell wie möglich aus den bekannten Gründen (Anzahl Nikoläuse, Stühle, Lebkuchen u.a.), spätestens aber bis zum 3.12.2007, 11.11 Uhr hier nach Münster

Wegbeschreibung: Siehe letzte Seite des Rundbriefes oder gleich hier
http://www.google.de/maps?f=l&hl=de&geocode=&q=jazz+domicil&near=Dortmund&ie=UTF8&ll=51.516274,7.463579&spn=0.014635,0.040169&z=15&iwloc=A&om=1

Tagesordnungspunkte:
1) Vorstellung und Neuaufnahmen
2) Kulturwirtschaft und die Soziokulturellen Zentren mit Dieter Gorny und Ralf Ebert
3) Projektmittel 2007 und 2008, Konzeptförderung
4) Inst. Förderung und Finanzen der LAG NW
5) Kulturhauptstadt Ruhr 2010 und was ist mit 2011
6) Sonstiges

Zu 1) Vorstellung und Neuaufnahmen
Mal wieder der Hinweis: Das Verfahren stand im Rundbrief 1/2002 und ist auch zu finden unter www.soziokultur-nrw.de und da unter Infos zur LAG NW. Ich bitte die Einrichtungen/Vereine/Zentren, die sich auf der LAG NW Tagung vorstellen wollen, sich zu melden, damit wir den Zeitablauf besser planen können.

Zu 2) Kulturwirtschaft und die Soziokulturellen Zentren mit Dieter Gorny und Ralf Ebert

„Kulturwirtschaft“, die Creativen, die Creativ Class, die Kreativwirtschaft: Derzeit in aller Munde und es scheint zum neuen Hype zu werden. Hype ist das englische Wort für Medienrummel und das kann man jetzt erweitern: Alle Parteien in Bund, Land und Kommunen, alle Verwaltungen auf den gleichen Ebenen, viele Stiftungen haben das zum Thema gemacht und von daher muss es wohl wichtig sein. Der große Aufbruch der IT-Branche um das Jahr 2000 und der schnelle Absturz scheinen vollkommen vergessen zu sein, auch weil man in der Kulturwirtschaft wieder von Superlativen, Zukunftsbranche, Allheilmittel gegen Alles ins Feld führt.
Gerade deswegen oder trotzdem wollen und sollen wir uns damit auch inhaltlich beschäftigen. Wobei das Thema für die Zentren nicht neu ist. Die Zentren arbeiten seit Anfang an u.a. mit einem Finanzierungsmix aus öffentlicher Förderung und Eigenerwirtschaftung und haben noch nie NUR auf dem Markt oder die öffentliche Hand geschaut. Das belegen auch die Zahlen. Siehe www.soziokultur.de und www.soziokultur.nrw.de
Trotzdem müssen wir uns aktuell mit dem Thema beschäftigen. Zumal wir immer wieder gern dazulernen, auch aus der eigentlichen Kulturwirtschaft, wenn es was zu lernen gibt. Aber man kann nicht einfach Konzepte aus dieser Branche übernehmen und damit die öffentliche Kulturförderung aus der Verantwortung drängen. Da muss schon etwas genauer hingeschaut werden und nicht permanent Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Dazu diskutieren wir auf der LAG NW Tagung mit Dieter Gorny, Direktor für das Themenfeld „Kreativwirtschaft“ bei der Kulturhauptstadt 2010. Musiker, Musik- und Medienmanager; derzeit stellv. Vorsitzender des Vorstandes Bundesverband der phonographischen Wirtschaft e.V. = http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Gorny
und Ralf Ebert, Stadtplaner Dipl.-Ing. Geschäftsführer von Stadtart = http://www.stadtart.com/index2.html diskutieren.

Einige Fragen und Thesen, entnommen aus von der Tagung zur Kulturwirtschaft Anfang November in Berlin, die wir natürlich nicht alle diskutieren werden:

Kulturwirtschaft im politisch-administrativen Raum - Definitionen, Modelle, Abgrenzungsversuche und
Ressortierungen
Was ist Kulturwirtschaft? Welche Forschungsergebnisse liegen vor? Wie ist der Status Quo? Welches sind die Trends und Entwicklungsperspektiven der Kulturwirtschaft? Was beinhalten die Kulturwirtschaftsberichte (Aussagewert, Vergleichbarkeit)?

Zum Verständnis und Verhältnis von Kultur, Kreativität und Wirtschaft
Was haben Kultur, Kreativität und Wirtschaft miteinander zu tun? (Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Aporien, kunstphilosoph. Barrieren und Hintergründe)? Wie und warum hat sich dieses Verständnis von Kultur, Kreativität, Wirtschaft institutionalisiert? Entspricht die politisch-administrative Ressortierung (Länder, Bund, verschiedene Länder der EU, EU) der Wirklichkeit und ihren aktuellen Entwicklungen?

Branchenspezifische Wechselwirkungen zwischen öffentlicher Kulturförderung, zivilgesellschaftlichem Engagement und gewinnorientiertem Kulturunternehmertum
Wie hat die steigende Nachfrage nach Gütern der Kulturwirtschaft die Situation im Non-Profit- Sektor der Kulturförderung verändert? Welche Verflechtungen gibt es zwischen den Akteuren von Kulturwirtschaft, öffentlich gefördertem Kulturbetrieb und gemeinnützigem Sektor? Gibt es gemeinsame Interessen, worin bestehen die zentralen Interessensunterschiede? Worin bestehen sog Wettbewerbsverzerrungen?

Zum Verhältnis von Kulturwirtschaft und kulturpolitischem Auftrag
Bleibt Kultur Kultur, wenn wirtschaftliche Aspekte ebenso in den Blick geraten? Welche Aufgaben der Kulturpolitik können durch erwerbswirtschaftlich orientierte Kulturbetriebe getragen werden? Wie geht Kulturpolitik mit dem Publikum bzw. der Nachfrage um?

Verhältnis Kulturwirtschaft und Politik - Verhältnis Wirtschaftspolitik und Kulturpolitik
Das Verhältnis zwischen Markt und Politik - Ziele und Interessen in den beteiligten Politikbereichen Kultur- und Wirtschaftspolitik blicken unterschiedlich auf die Kulturwirtschaft. Wie unterscheiden sich deren Ziele und Interessen? Wo liegen die Aufgabenschwerpunkte, Schnittstellen und inhaltlichen Abgrenzungen? Welche Steuerungsinstrumentarien lassen sich übertragen?

Förderinstrumente Darstellung der Förderinstrumente in Kultur/ Wirtschaft/ Stadtentwicklung anhand exemplarischer Beispiele aus dem Bundesgebiet
Zum Verhältnis von öffentlichen Maßnahmen und Bedarfen der Kultur/Kulturwirtschaft - Künstler und ihre Vertreter Grundlagen und Voraussetzungen einer erfolgreichen künstl. und Kulturarbeit aus wirtschaftlicher Perspektive, akteursgesteuerte Netzwerke. Wen wünschen sich die Akteure als Ansprechpartner (Kultur, Wirtschaft …)? Serviceinrichtungen für Freiberufler und Künstler, KMU's Kultur/wirtschaft, wie sollten die Förderinstrumente gestaltet sein?
Zum Verhältnis von öffentlichen Maßnahmen und Bedarfen der Kultur/Kulturwirtschaft – Ausbildungszusammenhänge Wie bereiten die künstlerischen Hochschulen auf die Berufswirklichkeit heute vor? Welche Formen der Zusammenarbeit haben sich zwischen HS und Kunst/Kulturbetrieb bewährt? Wo liegen die Chancen und Risiken der Ausbildung in sog. Kreativberufen?

Strategiebildung in der Kulturpolitik im Umgang mit Kulturwirtschaft - Modellbildung und Übertragbarkeit integrierter Kulturwirtschaftspolitik - Chancen und Grenzen der Bildung integrierter Politikstrategien und deren Wirkung.
Welche Modelle und Strategien lassen sich von den Praxisbeispielen ableiten? Wie können diese abstrahiert und übertragen werden? Was sind die Hebel, wie weit reichen deren Wirkung und wie steht es um die Effizienz der vorgestellten Maßnahmen? Erwartungen gegenüber unterschiedlichen Strategien von Kulturpolitik Strategiebildung in der Kulturpolitik Staatliche Intervention vs. Markthandeln - Welche unterschiedlichen Erwartungshaltungen sind mit der strategischen Ausrichtung verbunden? Wo und mit welchen Ergebnissen wurden extrem unterschiedliche Strategien umgesetzt?
Bedarf es radikalerer Lösungsansätze und Modelle? Anhand der gewonnenen Erkenntnisse werden kurz- und mittelfristig zu implantierende (Steuerungs-)Modelle, kulturpolitische und administrative Initiativen im Handlungsfeld Kulturwirtschaft aus kulturpolitischer Perspektive diskutiert.

Zu 3) Projektmittel 2007 und 2008 und die Konzeptförderung

Dazu gibt es einen Bericht über das Jahr 2007 und dann diskutieren wir die Perspektiven von 2008. Siehe dazu die Ausschreibung unter http://www.soziokultur-nrw.de/ Sicherlich sollten wir noch einiges an der Ausschreibung verändern.
Außerdem gibt es voraussichtlich noch einen konkreten Antrag.
Des Weiteren wird es einen Bericht über den Stand mit der Konzeptförderung geben.

4) Inst. Förderung und Finanzen der LAG NW
Dazu wird es eine Tischvorlage geben

5) Kulturhauptstadt 2010 und was ist mit 2011

Siehe die Artikel im Heft dazu

6) Sonstiges
Was euch noch so einfällt und über das ihr schon immer mal reden wolltet (wahrscheinlich nicht GEMA).

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