soziokultur

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.

31. März 2004 in Krefeld

29.3.2004 > LAG NW Tagung:

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW e.V.
Achtermannstr. 10-12, 48143 Münster, Tel. 0251-518475, Fax 0251-518876
Email: lagnw@soziokultur.de, http://www.soziokultur-nrw.de 15.3.2004

An die Mitglieder der LAG NW und Soziokulturinteressierte

Da der Rundbrief jetzt im Druck ist und erst Ende der Woche wohl ausgeliefert wird, hier schon mal die Vorankündigung und Einladung zur nächsten LAG NW Tagung. Anmeldungen werden schon jetzt entgegengenommen. Top 2 geht alle an und hier sage ich es mal ausnahmsweise: Es ist wichtig.

Zeit: Mittwoch, den 31. März 2004 von 10.15 Uhr bis 16.30 Uhr

Ort: Werkhaus Krefeld, Blücherstraße 11-13, 47799 Krefeld, Tel.: 02151-801211, Fax : 02151-614376, Homepage: www.werkhaus-krefeld.de, e-Mail: info@werkhaus-krefeld.de . Das Treffen selbst wird beim Werkhaus um die Ecke im Spielhaus Dießem, SpieDie, Dießemer Str. 89-93 stattfinden.

Anmeldung: Bitte, bitte bis zum 29.3.2004, 11.11 Uhr hier in Münster. Manche haben das irgendwie nicht drauf, obwohl das doch wohl selbstverständlich sein könnte.
Wegbeschreibung: Siehe letzte Seite

Tops:
1) Neuvorstellungen und Neuaufnahmen
2) Pleiten, Pech und Pannen oder kann die Insolvenz nicht doch ein Segen sein?
3) Bundeskongress vom 18. – 20 Juni in Nürnberg
4) Projektmittel 2004 der LAG NW, Landeshaushalt 2004 ff
5) Schwerpunkte der Arbeit der LAG NW, Statistik
6) Finanzen der LAG NW
7) Sonstiges, diverses, wichtiges u.a.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zu 1) Neuaufnahmen und Neuvorstellungen
Das Verfahren stand im Rundbrief 1/2002 und weiteres ist auch zu finden unter www.soziokultur-nrw.de und da unter Infos zur LAG NW. Ich bitte die Einrichtungen/Vereine/Zentren, die sich auf der LAG NW -Tagung vorstellen wollen, sich zu melden, damit wie den Zeitablauf besser planen können. Ob wir das an der Stelle dann machen oder am Ende der Tagung, werden wir vor Ort entscheiden.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zu 2) Pleiten, Pech und Pannen oder kann die Insolvenz nicht doch ein Segen sein?
Auf der letzten LAG NW Tagung gab es den Vorschlag, eine Veranstaltung bzw. eine Tagung zum Insolvenzrecht und die Auswirkungen auf Vereine und Vorstände zu machen. In unserem näheren und weiteren Umfeld kommt dieses Thema immer näher und näher: Insolvenz beim Schacht 8 in Marl, bei Ethno Art in Essen, beim IK Altenberg in Oberhausen, vor einiger Zeit selbst beim Deutschen Musikrat und bei diversen anderen kreist der Insolvenzgeier über den Dächern des Zentrums. Schaut mal aus dem Fenster.

Durch das Absenken der Förderung durch das Land in diversen Bereichen (Kulturförderung, Weiterbildung, Jugend, Soziales) können immer weniger Kommunen Finanzierungsprobleme kaum noch auffangen. Auch die Kommunen kürzen. Es kommt vermehrt zu finanziellen Engpässen bei den Zentren. Und die allgemeine Krise macht sich auch bei den anderen Finanzierungen der Zentren bemerkbar. Auch die Gastronomie ist vieler Orten in der Krise und die Eintrittseinnahmen bei Kulturveranstaltungen „sprudeln“ nicht mehr so automatisch. Und Sponsoren und Brauereien als Finanziers sind nicht immer, sondern eher selten, das Allheilmittel. Dazu eine Werbung für das Buch: „Willst du die totale Pleite?“ (Heinrich Hein Verlag 19,80) und daraus der Autor Andreas H.J. Hein: „Wirtschaftlich lohnender ist es oft, mit Schutzgelderpressern oder der tschetschenischen Mafia als mit einer Brauerei zusammenzuarbeiten, weil Du dort eine Gegenleistung bekommst: sie beschützen Deinen Laden. Meistens.“

Was bedeuten die immer niedrig werdenden Finanzierungsmöglichkeiten eigentlich, welcher Wechsel passiert in der Aufgabenstellung des Zentrums und unter welchen Bedingungen sind die Einrichtungen noch lebensfähig? Wenn dieser Niedergang der öffentlichen Leistungen weitergeht, kann und wird es noch viel schlimmer kommen. Im Sozialbereich gibt es von Verbänden die Tipps, wie man am besten Personal abwickelt. Die Insolvenz ist eher ein schleichender Prozess. Wenn immer weniger Geld vorhanden ist, wird das Angebot gekürzt und vor allem die Angebote, die die Zentren eigentlich für wichtig erachten, aber wenig Geld einbringen.

Rechtzeitiges Umdenken ist angesagt. Dabei könnte das Problem bestehen, das etliche KollegInnen in solchen Diskussionsrunden ungern in der Öffentlichkeit darüber diskutieren würden und lieber die Situation verschweigen. Es bedarf dazu einer Offenheit, darüber reden zu können und diese wollen wir als LAG NW herstellen. Der Bund ist Pleite, die Länder sind Pleite und die Kommunen sowieso. Und wie viel große Firmen haben in den letzten Jahren ebenso Pleite gemacht oder sind geschluckt worden. Also müssen solche Krisensituationen nicht peinlich sein und werden. Peinlich wird es erst, wenn jahrelang nicht darüber geredet wird, nach außen signalisiert wird, man habe alles im Griff und dann kommt der große Hammer. Der berühmte Kassensturz war und ist selten positiv.

Dieses Problem und die Konfrontation damit betrifft wirklich viele Zentren und vor allem deren Vorstände. Es gibt derzeit häufiger das Problem, überhaupt ehrenamtliche Vorstände zu gewinnen, auch z.B. wenn niemand weiß, wie eine Insolvenz funktioniert. Deswegen sich sachkundig zu machen, kann nicht schaden. Früherkennung und Verantwortung der Vorstände ist und sollte ein gewichtiges Thema in den Zentren sein. Von daher haben wir in diesem Heft noch mal ausführlich den Nonprofit-Management - Newsletter zitiert, wo vieles zur Verantwortung der Vorstände enthalten ist.

Und deswegen machen wir „Insolvenz“ im weitesten Sinne zum Schwerpunkthema der LAG NW Tagung: Was kann man alles tun, damit eben nicht der Insolvenzverwalter kommt? Also die ernsthafte und sachkundige Vermeidungsstrategie. Auch gilt: Vorbeugen ist besser als ....

Aber auch: Was ist zu tun, wenn der Insolvenzverwalter in der Anfahrt ist. Hier ist es notwendig, unnötigen Ängsten mit Sachverstand zu begegnen. Hier sollte auch die Frage nach den Insolvenzverwaltern und deren Qualität gestellt werden.

Dazu haben wir einen Fachmann eingeladen, der dazu einiges erzählen wird und mit dem wir ausreichend Zeit haben, zu diskutieren. Rainer Schlief von der Firma Projektplan Wirtschaft aus Münster, eine Unternehmens- und Managementberatung GmbH, die auch genügend Erfahrungen als Insolvenzverwalter haben, wird uns Rede und Antwort stehen. Nach dem Motto „Im nachhinein weiß man fast alles besser“ wird er gut und fundiert darüber berichten, was hätte alles vermieden werden können, bevor es zur Insolvenz gekommen ist. Aber auch: Insolvenz ist nicht das Schlimmste im Leben. Es gibt ein Leben nach der Insolvenz.
Bitte teilt dieses Thema und die Einladung auch bedingt und besonders euren Vorständen mit.

Zu 3) Bundeskongress vom 18. – 20 Juni 2004 in Nürnberg "elements of future"
Bekanntlich findet der Bundeskongress der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren im obengenannten Zeitraum im genanten Ort statt. Informationen, Anmeldungen u.a. und weiteres unter www.soziokultur.de

Zu 4) Projektmittel 2004 der LAG NW, Landeshaushalt 2004 ff
Weiteres dazu mündlich. Die bewilligte Projektliste als auch der aktuelle Landeshaushalt wird im Netz unter www.soziokultur-nrw.de zu finden sein. Die LAG NW wird dieses Jahr keine zweite öffentliche Ausschreibung für die Projektmittel machen können. Eine richtige zweite Vergaberunde ist nicht mehr möglich, weil uns dieses Jahr nur noch 130.000 Euro an Projektmitteln zu Verfügung stehen. Möglich ist, das einzelne bewilligte Projekte noch ausfallen oder anderweitig finanziert werden. Von daher werden noch Anträge entgegen genommen, die dann auf die Nachrückerliste kommen werden. Ob dann noch eine Finanzierung möglich sein wird, ist vollkommen offen. Um das zeitlich zu befristen, setzen wir als Abgabetermin für Anträge für die Nachrückerliste den 15.4.2004 fest.

Zu 5) Schwerpunkte der Arbeit der LAG NW
Hier gibt es einen Bericht vom Arbeitsausschuss u.a.. Voraussichtlich können wir auf der LAG NW Tagung das Ergebnis der Umfrage, unsere vielgeliebte und gepriesene Statistik, präsentieren.

Zu 6) Finanzen
Es wird eine Tischvorlage geben. Die Rechnungen für die Mitgliedsbeiträge sind raus. Bei Fragen bitte melden. Bitte um baldmöglichste Bezahlung, sonst sind wir wieder bei Top 2.

7) Sonstiges, diverses, wichtiges u.a.
Das, war ihr schon immer mal erzählen oder sagen wolltet
- das, was noch nicht geklärt ist
- das was noch offen ist,
- das, was immer schon mal gesagt werden sollte und
- das, was euch noch so einfällt
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zum Schluss noch zwei gewichtige Ankündigungen:
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fort- und Weiterbildungen 2004 in der Börse in Wuppertal, Wolkenburg 100, 42119 Wuppertal, Tel. 0202-243220
Da uns das Problem bewusst ist, das man nicht so einfach über die Landesgrenzen nach Rheinland--Pfalz oder Niedersachen fahren kann, um sich fortzubilden (Heimweh, Reisekosten, Zeit, fehlende Landkarte u.a.), haben wir die Börse gewonnen (so heißt es oft, obwohl es nicht stimmt, die machen das ganz von sich aus), einige Fortbildungen mit Stephan Bock zu unsere Themen zu organisieren. Eine schon hier, andere stehen im nächsten Rundbrief.

Kultur und Kompetenz im März 2004, besonders auch für MitarbeiterInnen Soziokultureller Zentren

Sponsoren finden – Sponsoren binden - Private Gelder für die Kultur

Die Einwerbung privater Mittel geschieht meist noch recht unprofessionell; das Gefühl, als Bittsteller auftreten zu müssen, ist immer noch vorherrschend. Es ist daher wichtig, Sponsoring nicht als ein Finanzierungs-, sondern als ein effektives Marketinginstrument zu begreifen. Dies erfordert ein individuelles Konzept für jeden einzelnen Sponsor und damit eine gezielte Auswahl möglicher Sponsorpartner. Daneben ist die langfristige Bindung der Sponsoren an unsere Einrichtung eine wichtige Aufgabe, um Planungssicherheit auch für unsere Alltagsarbeit zu bekommen.
Inhalte:
- Sponsoring aus Unternehmersicht
- Strategische Planung
- Sponsorensuche und –auswahl
- Begründungsmuster und Affinitäten
- Sponsorenansprache
- Leistungen des Sponsors / Gegenleistung des Gesponserten
- Sponsoringvertrag
- Steuerliche Behandlung der Sponsoringeinnahme

Leitung: Stephan Bock
Ort: die börse, Konferenzstudio
Termin: Di., 30.03.04
Zeit: 10 - 17 Uhr
Gebühr: 8 Ustd., € 70,-
Kursnr.: 861WS2104
------------------------------------------------------------------------------------------------
Und hier was für die Freunde von viel Blech und jugendlichen Nachwuchsmusikern. Gebt Ihnen eine Chance: „Liebe Freunde und Freundinnen, hier die kommenden Tourdates von Schwarz-Rot-Atemgod 09, dem blasmusikalischen Kraftwerk aus dem Ruhrgebiet:

18. März 2004 , ab 20 Uhr Club Synchron, Dortmund-Hörde Improvisiertes mit Kalle Wiersch.
27. März 2004 - 20 Uhr SKA-Festival, Langer August, Dortmund. Kingston West - London East - Dortmund Nord mit: The Riffs (GB) - Pridigarji (Slovenia) - s/r Atemgold 09 - Skatoon Syndikat (Berlin)
1. Mai 2003 , ab 10.00 Uhr Heraus zum... Westfalenpark, Dortmund.
8. Mai 2004 , abends 5 Jahre Funkhaus Europa WDR, Geburtstagsparty im Ringlokschuppen, Mülheim.
13. Mai 2004 Schweizer Kulturtage in Dormund. "Berge versetzen": Lyrik mit den Autoren Michael Staufer u. Ralf Schlatter aus der Schweiz
25. Juni 2004 Das Westfälische Industrie-Museum wird 25 Jahre. Geburtsgasparty auf Zeche Zollern II, Do-Bövinghausen.
10. Juli 2004, MANOMETER - DRUCK OHNE ENDE Nacht der IndustrieKultur auf Zeche Nachtigall im Muttental, Witten an der Ruhr. Idee und Konzept: Richard Ortmann.
Hope to see you. Mehr auch unter: www.atemgold09.de Die neue CD ist da: SKAMa, feinste SKA-Brass-Music aus Ruhrgebiet jetzt bestellen unter www.atemgold09.de Gruß, Johannes
---------------------------------------------------------------------------------
Soweit und Gruß
Rainer Bode

> INFOS ZUR LAG SOZIOKULTUR > ARCHIV

zentren

weitere